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Munition (franz. aus lat. "Kriegsmaterial") ist die Sammelbezeichnung für das gesamte Schießmaterial für Feuerwaffen, bestehend aus Geschossen
und deren Treibladungen, Zünd- und Leuchtsätzen (Patronen s.u.).
Arten von Munition für Schusswaffen nach der Definition des Waffenrechts:
1. Patronenmunition (Hülsen mit Ladungen, die ein Geschoss enthalten), 2. Kartuschenmunition (Hülsen mit Ladungen, die ein Geschoss nicht enthalten),
3. Hülsenlose Munition (Treibladung und Zündsatz mit oder ohne Geschoss), 4. Pyrotechnische Munition (Patronenmunition, bei der das Geschoss einen pyrotechnischen Satz enthält).
Der Munition stehen
nicht in Hülsen untergebrachte Treibladungen gleich, wenn die Treibladungen eine den Innenabmessungen einer Schusswaffe angepasste Form haben und zum Antrieb von Geschossen bestimmt sind.
Der pyrotechnischen
Munition stehen gleich pyrotechnische Geschosse (Geschosse ohne Eigenantrieb, die einen pyrotechnischen Satz enthalten) und pyrotechnische Raketengeschosse (Geschosse mit Eigenantrieb, die einen pyrotechnischen Satz
enthalten).
Geschosse sind als Waffen oder für Schusswaffen bestimmte 1. feste Körper, (z. B. Blei, Blei mit Messing- oder Stahlmantel),
2. gasförmige, flüssige oder feste Stoffe in Um H
üllungen.
Hinweis:In Luftdruck-, Federdruck- und C02-Waffen werden nur Geschosse verwendet.
Man beachte: Aus einer Schusswaffe darf nur
die zugehörige Munition verschossen werden, verschiedene Laborierungen (Pulverladung, Geschosse) schon.
 Frage: Was versteht man unter Kaliber? Antwort: Mit Kaliber (franz. calibre, von arab.kalib Form, Modell", aus griech. kalopödion
"Schusterleisten, Schuhleisten") bezeichnet man den Laufinnendurchmesser einer Schusswaffe bzw. den Geschossdurchmesser.
"Glatte" Läufe ( z.B. von Flinten) haben einen exakt kreisförmigen Laufquerschnitt und damit einen genau definierten Innendurchmesser.
Bei "gezogenen" Läufen muss man zwischen
Feldkaliber = Felddurchmesser (Feld Æ ) und Zugkaliber = Zugdurchmesser (Zug Æ) unterscheiden. Letzterer ist stets größer.
Die Abb. veranschaulichen diesen Sachverhalt: Oben -. Gezogener Lauf mit Feld -Zug -Profil. Unten: Gezogener Lauf mit Polygonprofil.
Bei Einzelgeschossen für Schusswaffen gilt: Geschosskaliber = Geschossdurchmesser.
Beispiel: Pistolenkaliber Für das Pistolenkaliber “7,65 mm Browning" gilt
Feldkaliber der Waffe: Mindestens 7,63 mm, Zugkaliber der Waffe: Mindestens 7,83 mm, Geschosskaliber: Höchstens 7,85 mm. Man erkennt, dass die Kaliberbezeichnung, hier 7,65 mm", nur ein gerundeter
Wert ist. Der Zusatz "Browning" (nach dem Konstrukteur John M. Browning, 1899) sagt etwas aus über Länge und Form des Patronenlagers der Waffe und Länge und Form der Hülse der Patrone.
Beispiel: Büchsenkaliber Für das Büchsenkaliber 7,62x51 (.308Win) gilt: Feldkaliber der Waffe: Mindestens 7,62 mm, Zugkaliber der Waffe: Mindestens 7,82 mm, Geschosskaliber: Höchstens 7,85 mm.
Die Zahl "51" bezeichnet die Hülsenlänge der Patrone in mm. Hieraus erkennt man, dass das Kaliber im weitesten Sinne nicht nur der Wert
für die o.g. Durchmesser ist, sondern auch die Länge der Hülse bezeichnet.
Die Kallberbezeichnung erfolgt für Büchsen, Pistolen und Revolver entweder im
metrischen System (mm, cm) oder im Zollsystem (1 Zoll = 1" = 25,4 mm) hier meist in hundertstel oder tausendstel Zoll-, manchmal auch in beiden Systemen. Beispiele:
Luftgewehr und - Pistole 4,5 mm =.177(d.i. 0,177") Kleinkaliber 5,6 mm = .22( d.i. 0,27") Büchsenkaliber 7,62x51 mm =.308 Win.(d.i. 0,308") Pistolenkaliber 7,65 mm =.32 ACP (d.i. 0,32")
Revolverkaliber werden fast ausschliesslich in Zoll angegeben.

Frage: Wie ist die Kaliberbezeichnung bei Flinten? Antwort: Bei Flinten bezeichnet das Kaliber die Zahl der Bleikugeln vom Laufdurchmesser, die zusammen ein englisches Pfund (453,6 g) wiegen.
Beispiele: Kaliber 12 heisst. 12 Bleikugeln vom Innendurchmesser des Laufes ergeben 453,6 g. Der Innendurchmesser des Laufes ist hier 18,2 mm. Kaliber 16 heisst: 16 Bleikugeln vom Innen-
Durchmesser des Laufes ergeben 453,6 g. Der Innendurchmesser des Laufes ist hier 16,8 mm. Das vollständige Kaliber bei Flinten umfasst auch noch die Angabe der Hülsenlänge
im abgeschossenen Zustand in Millimetern oder Zoll, z.B.: 12/70 oder 16/65.

Frage: Muss das Kaliber auf der Waffe angegeben sein? Antwort: Ja, auf der Schusswaffe muss stets das vollständige Kaliber angegeben sein.
 Frage: Muss das Kaliber auf der Munition (Patrone) angegeben sein? Antwort:
Auf der Munitionsschachtel muss stets das vollständige Kaliber angegeben sein. Bei jeder einzelnen Zentralfeuerpatrone muss das Kaliber und das Herstellerzeichen auf demHülsenboden eingepresst sein;
bei den Randfeuerpatronen genügt das Herstellerzeichen.
Man beachte: Aus einer Schusswaffe darf nur die zugehörige Munition verschossen werden: Die Schusswaffe muss eine entsprechende
Bezeichnung tragen.
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